Bittere Tränen

… hat Rainer Werner Fassbinder einst Petra von Kant vergießen lassen. Nun hat sich François Ozon am Remake des Stoffes versucht. Es ist nicht das erste Mal, dass er seinem Idol ein Denkmal setzen möchte. Gelungen ist es wieder nicht. Darum weinen braucht man aber auch nicht. Dafür gibt es wirklich bessere Gründe. Mehr lesen

Alternativ gut altern

Die einen sterben viel zu früh. So hat sich letzte Woche der Todestag von Cornelia Morgenstern zum ersten Mal gejährt. Andere überleben sich und ihre guten Phasen und produzieren dann höchstens Mittelmaß. Doch es geht auch anders. Denn es gibt allem Anschein nach auch die Möglichkeiten, selbst im Alter nicht nur Trübsal zu blasen. Einen hübsch anzusehenden Entwurf liefert hierzu „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ von Nicolette Krebitz. Mehr lesen

Abgesang aufs Genre des farbigen Todes

Es passt in vielerlei Hinsicht. Der Giallo ist tot. Das erotisch aufgeladene italienische Horror-Genre funktioniert nicht in Zeiten, in denen Wokeness wichtiger ist als Klassenbewusstsein (zum Beispiel). Mit „Dark glasses“ hat ihm Altmeister Dario Argento nach zehn Jahren Abstinenz einen etwas lieblosen Abgesang inszeniert. Mehr lesen

Schocks gegen den Horror des Realen

Schock­erfahrung im Kino, schreibt Daniel Moersener, animiere das Publikum nicht zu totalitärer Raserei. Stattdessen zerstreue es affektiv jegliche Disposition in diese Richtung. Glückliches Popkultur-Amerika: „Das zu Ende der Zwanzigerjahre gärende Unbehagen an der Moderne entlud sich in Europa in antisemitischem Wahn, in den USA sublimierte es sich hingegen in die Popularität lustvoller, befreiender Horrorunterhaltung.“ Allein schon deshalb hier die nächste Besprechung eines aktuellen Slashers: Ti Wests „X“. Mehr lesen

Julian Radlmaiers „Blutsauger“ – Was Kino kann

Endlich läuft sie an, Julian Radlmaiers maxistische Vampierkomödie „Blutsauger“. Hier geht’s zur Besprechung. An dieser Stelle nur so viel: Auch und gerade in düsteren Zeiten schafft gekonnt eingesetzter künstlerischer Eigensinn die direktesten Verbindungen in mögliche andere Welten. Ohne dabei auf Analyse und Kritik zu verzichten, versteht sich. Und, wie in diesem Fall, mit sehr speziellem Humor. Mehr lesen

Popsatt und politisch

Im Kino kommt PT Andersons popsatter Nostalgiefilm „Licorice Pizza“, worüber ich im Dschungel einige Worte verliere. Endlich wieder gelesen wird am 18. März beim dritten permanent live-Abend des neuen permanent Verlags – und zwar Programmatisches aus diesem Blog. Mehr lesen