Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht! Heute vor zehn Jahren erschien der erste Artikel dieses Blogs. In seiner Fußballmetaphorik galt er bereits eine Woche später als überholt. Nicht ganz so schnell ließ sich die eigentlich von Anfang an vorgesehene Erweiterung vom Blog als one-man-show zum Netzwerk realisieren. Genau genommen bis heute gar nicht. Das könnte also eins der Projekte für die kommenden zehn Jahre sein.

Da die Entwicklung der Pandemie derzeit ein – wie es in Betrachtung des Kurvenverlaufs der Statistiken wohl heißt – schwindelerregend hohes Plateau an Inzidenzen, Hospitalisierungen und anderen Kennzahlen erreicht hat, entfallen die Geburtstagsfeierlichkeiten bis auf weiteres. Denn es soll nicht vergessen werden, dass sich hinter den Zahlen zum Teil tragische Geschichten von individueller Ansteckung und Krankheit, Leiden und Tod verbergen.

Aber auf einige Geschenke, die im nächsten Jahr (oder nach dem nächsten Lockdown) ausgepackt werden können, darf die Leserin sich dennoch bereits freuen. Etwa auf diesen neuen Audiard-Film, dem der deutsche Verleih den wenig adäquaten Titel „Wo in Paris die Sonne aufgeht“ verpasst hat. Dabei bedient er kaum Klischees, die sich mit unsentimental-sentimentimentalen Beziehungsfilmen aus Frankreich verbinden. Und heißt im Original so schön unromantisch einfach „Les Olympiades“, nach dem Viertel, in dem er spielt.

In den kommenden Monaten wird es sogar noch besser. Vorausgesetzt, es wird nicht alles schlimmer.