Schmerzensreiche Geburt

Weist „Titane“ den Weg zu einem kommenden Erzählen von geschlechtlicher Uneindeutigkeit? Schrammt er hart an der Lächerlichkeit entlang? Oder ist er einfach ein sensationsheischendes Spektakel aus schwer verdaulichen Bildern, grellen Oberflächen und kalkulierten Qualen fürs Publikum? Mehr lesen

Der letzte Tag des Sommers

Schon wieder September. Also praktisch Herbst. Was eigentlich nur besser sein kann als die Flächenbrände, Fluten und Wirbelstürme der letzten Monate. Auf die Kapitualtion des Westens in Afghanistan ist die Rückkehr der Taliban gefolgt. Auf gefühlt hundert Jahre Merkel und die Politik der Alternativlosigkeit folgt der müdeste Wahlkampf seit Menschengedenken. Und dann ist nach Charlie Watts, dem „Schlagzeuger der Herzen“ (Jenny Zylka in der taz), auch noch Belmondo gestorben. Mehr lesen

Im Rausch durch die Krise

Im Rausch lässt sich das Leben oft besser ertragen. Häufig führt das Rauschhafte aber auch in die Krise. Und manchmal trägt es durch sie hindurch zum Finale im glücklichen Chaos. All das ist häufig erzählt und wiederkehrendes Sujet von Literatur und Film. Dennoch macht Thomas Vinterbergs vielgelobter Beitrag zum Thema trotz grundlegender Überflüssigkeit Spaß. Mehr lesen

Neues aus den Arbeitskämpfen

Es klingt so gar nicht nach schöner Arbeitswelt 4.0, ist aber Teil ihrer Realität: Am 18.6.2021 wurde der Gewerkschafter Adil Belakhdim während eines Streiks in der Logistikbranche vor einem italienischen Lidl-Verteilzentrum getötet. Hier die Dokumentation der Pressemitteilung von labornet.tv zu einer Solidaritätsaktion am 30.6. Mehr lesen

Marke und Stil: die Jungen, die Alten und die Toten

Marke und Stil: die Jungen, die Alten und die Toten

Was Marketingabteilungen Redaktionen, Lokalreportern und allen anderen seit Jahren erzählen: Ihr müsst zur Marke werden! Ihre Erfahrung gibt ihnen recht. Wiedererkennbarkeit ist die Währung im Raum des Kulturellen, literarische Qualität (vulgo: Stil) ohne sie nicht denkbar. Spricht das jetzt gegen Arbeit am Stil? Mehr lesen

Die andere Krankheit

Nur weil das Coronavirus nach wie vor alle verfügbare Aufmerksamkeit auf sich zieht, hören alle anderen Übel und Krankheiten nicht auf. Vorletzte Woche ist Conny Morgenstern, Nationalismus- und Drogenpräventionsexpertin und seit Jahrzehnten meine Lebensfreundin, Gesprächspartnerin und Vertraute mit nur 54 Jahren ihrem langen Krebsleiden erlegen. Der Verlust ist unfassbar. Mehr lesen

Berlin, wieder offene Stadt

Berlin, wieder offene Stadt

Der Sommer ist da, die Öffnung von Außengastronomie ohne Test-, Impf- oder Genesungsnachweise auch. Berlin ist wieder offene Stadt. Allerdings immer noch auch und vor allem offen für den Ausverkauf ans internationale Immobilienkapital. Mehr lesen

Der Abstand zur Welt

Der Abstand zur Welt

Schon damals hatte es diesen Abstand zur Welt gegeben, den sie aktuell in ihrer Homeoffice-Quarantäne spürte, und der, ob sie es wollte oder nicht, das Thema ihres Lebens zu sein schien. Marten hatte sie, wie sie weiter in die Straßenschlucht blickend dachte, fast schon wieder vergessen – fühlte sich an, als habe er sich von ihr zurückgezogen, sie nur im Vorüberziehen gestreift, ein Geist, der seine Schuldigkeit getan hatte. War er dann jetzt erlöst? – Eine Erzählung Mehr lesen

Nichts, was zu kontrollieren ist

Wann, wenn nicht im Lockdown, sollte die Zeit dafür da sein, sich in andere hineinzuversetzen? Im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert ist das Medium dafür der Roman gewesen. Heute kann es die Serie sein. Ob sich der Aufwand im Fall der 4. Staffel von Fargo lohnt, ist hier zu erfahren. Mehr lesen

Entfesselte Körper

Entfesselte Körper

Auf der großen Leinwand: Rauschzustände in Zeiten der Pandemie. Pablo Larráins neuer Film „Ema“ schafft eine Vision entfesselter Körper nach dem Patriarchat. Mehr lesen