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Tag "James Franco"

Samstag, 30. März 2013

… setzt sich Qualität eben doch durch. Und manchmal muss man dann doch auch loben, was alle anderen die ganze Zeit schon loben: Große Story, toller Film, charismatischer Typ, super Musik: Searching for Sugar Man. Und nach all den Jahren spielt Sixto Rodriguez, wie man hört, heute ausverkaufte Großkonzerte, als hätte er im Leben nie anderes gemacht. Hut ab.

Nicht so toll, auch wenn Detlev Kuhlbrodt in der Konkret und Dietmar Dath in der FAS anderes behaupten: Spring Breakers, das neue Werk von Harmonie Korine. Irgendwie stecken geblieben, halbherzig und viel zu kalkuliert. Schade. Und wahrscheinlich der peinlichste Film, für den sich James Franco bislang hergegeben hat.

Dann Florida vielleicht doch lieber mal wieder als katholisches Kino von Abel Ferrara aus den späten 90ern nachgucken. Auch hier: Sex, Drogen, Gehen Lassen, Schuld und Sühne. Mathew Modine, Claudia Schiffer, Beatrice Dalle und Dennis Hopper in The Blackout. Im Verhältnis allemal großes Kino.

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Samstag, 19. Januar 2013

Irgendwann sagt Kathy “I’ve always been a bit jealous of you two, the descicions you’ve made for yourselves about leading a creative life”. Man kann es verstehen. Kathy ist der ältere schwule Nachbar von Catherine und James, einem Schreiber und ehemals erfolgreichem Schauspieler, worauf man ihn in dieser Phase seines Lebens aber nicht ansprechen sollte – “that was a long time ago”. Maladies gibt wenig Antworten, zeigt aber in fragmentarischer Erzählweise mit James Franco als gebrochenem James Dean-act-alike in der Hauptrolle eindrucksvolle Szenen aus den verschlungenen Leben einiger übersensibler Ostküstenbewohner. In guter Autorenfilmtradition beschreibt die Erzählung dabei laut Ausage Francos Zustände aus der gemeinsamen Arbeit von ihm als Hauptdarsteller mit Regisseur und Autor Carter. It’s all about getting confused und den beruhigenden Sound des Freizeichens traditioneller amerikanischer Telefone. Unbedingt sehenswert.

Und noch einmal American Independent Cinema at its best: The Color Wheel, im Perlentaucher unter den Filmhighlights 2012, die es nicht in die deutschen Kinos geschafft haben, besprochen. Wie in Maladies wird auch hier nichts erklärt. Stattdessen wird man Zeuge von “brutalen verbale[n] Operationen an offenen Herzen” und einer Geschwisterbeziehung, die verfahrener nicht sein könnte. Aus irgendwelchen Gründen entstehen Filme mit einer solchen Kraft bei gleichzeitiger radikaler Offenheit in Bezug darauf, was man als Betrachter damit anfangen soll, derzeit nur in Amerika. Warum?

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