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Tag "Israel"

Freitag, 14. Dezember 2012

Während die taz-Kritik behauptet, mit Killing Them Softly habe der Australier Andrew Dominik durch billig zu habende und nebulöse Kapitalismuskritik den Genrefilm mit politischer Aussage generell verabschiedet, sei an dieser Stelle noch einmal eine Lanze für den großartig besetzten und gespielten, düsteren Film gebrochen. Der geht in seiner allein der Reibungslosigkeit der Geldzirkulation auf allen Ebenen verpflichteten Ausweglosigkeit deutlich über alles hinaus, was man in der letzten Zeit an an Tarantino geschulten und letztlich doch wieder bloß lustig ironischen Fabeln vom Scheitern des amerikanischen Traums zu sehen bekommen hat. “Schon lang”, schreibt Tobias Kniebe in der Süddeutschen “ist kein Gangsterstück mehr so klar in der Zeit verortet gewesen wie dieses hier.” Womit er mal Recht hat.

And now to something completely different (– muss mal wieder, wie es scheint): Absolut lesens- und bedenkenswert ist dieser Artikel zum Aufschrei der Weltöffentlichkeit als Reaktion auf die Ankündigung des Baus von 3.000 Wohnungen in Maaleh Adumim, einer ca. 7 Kilometer von Jerusalem entfernten Stadt. Man muss das ja vielleicht nicht gleich wie bei Lizas Welt gefunden als “Aufbau Nahost” feiern. Aber bevor man mit den Massen mindestens reflexhaft anti-israelisch mitschreit, kann man sich ja vielleicht doch mal wenigstens informieren, worum es eigentlich jeweils konkret geht.

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Mittwoch, 4. April 2012

Schlimm genug, dass alten Männern wie dem deutschen Dichter Grass, wenn sie ihre antiisraelischen Ressentiments in ungelenke Lyrik packen, mit  der “New York Times”, der “La Repubblica” und der “Süddeutschen Zeitung” immer noch international bedeutendste Bühnen zur Verfügung stehen. Auch nicht schön, dass man, um auf eine schnelle Replik hinzuweisen, ausgerechnet auf Henryk M. Broder in der “Welt” verlinken muss. In diesem Fall aber wohl durchaus angemessen.

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Dienstag, 28. Februar 2012

Leider wohl nicht ganz randständige Notizen zum Aberwitz der Welt, in der wir leben, bietet wochentags vormittags der Deutschlandfunk in seiner Reihe Tag für Tag – Aus Religion und Gesellschaft. Im Beitrag “Tod dem Christentum” ging es heute neben Brandanschlägen auf Kirchen in Israel und im Westjordanland vor allem um die Zunahme von Verbal- und Spuckattacken auf christliche Geistliche in der Altstadt von Jerusalem.

 

jerusalem

Preiset den Herrn - alle zugleich. Zäune und Trennungen über den Dächern der heiligen Stadt. (c) Thore Grimm

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