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Medien und so

Heute deutschlandweit in den Wirtschaftsteilen der Funke Mediengruppe (als Aufmacher für die Woche): Neues aus dem Prekariat auf Rädern.

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Dienstag, 26. Februar 2013

Auch Werber arbeiten dann und wann für eine bessere Welt. Derzeit wohl bekanntestes – und seit einigen Tagen als Verfilmung auch Oscar-prämiertes – Beispiel: René Saavedra mit seiner Kampagne zur Verhinderung einer weiteren Amtszeit für Augusto Pinochet in Chile 1988. Man lade das No! mit Happiness-Attributen aus dem neoliberalen Werbebaukasten auf und verkaufe die Demokratie als großes Glücksversprechen. Und schon geht das Regime in die Knie. Vor den Werkzeugen, die es selbst ins Land geholt und aufgebaut hat, und nicht etwa vor der Wut der 15 Jahre lang unterdrückten Bevöllkerung. (Um den Oscar zu gewinnen, besetze man dann noch René Saavedra mit Gael García Bernal.)

Aber auch Texter texten bisweilen Beeindruckendes mit gehörigem impact. So Kathrine Taylor, die als Copywriter in der Agentur ihres Mannes arbeitete und 1938 beim New Yorker Story Magazine unter dem Pseudonyme Kressmann Taylor den sehr kurzen aber umso hellsichtigeren Briefroman “Address Unknown” veröffentlichte. In einer Besprechung der New York Times Book Review von 1939 heißt es – wie Lois Rosenthal, die Herausgeberin von Story im Nachwort der seit 2000 vorliegenden deutschen Ausgabe schreibt: “Diese moderne Geschichte ist die Perfektion selbst. Sie ist die stärkste Anklage gegen den Nationalsozialismus, die man sich in der Literatur vorstellen kann.” Womit sie nicht ganz unrecht hat.

Elke Heidenreich darf ergänzen: “Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zuviel, keines fehlt. Ohne Umschweife werden exemplarische Lebensgeschichten erzählt, wird Zeitgeschichte [der Jahre 1932 und 33] dokumentiert. Der Jude ist kein Gutmensch, der sich alles bieten lässt, sondern liefert die Mörder selbst ans Messer, und: Der Deutsche ist kein sadistischer Unhold, sondern ein opportunes [oder eher: opportunistisches?, Entschuldigung … ] Würstchen. Wenn es auf Leben und Tod geht, das zeigt die Autorin, dann geht es nur noch ums Überleben. […] Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben. »Adressat unbekannt« sollte Schullektüre werden, Pflichtlektüre für Studenten, es sollte in den Zeitungen abgedruckt und in den Cafés diskutiert werden.” Das sollte es auf jeden Fall.

Und wie gesagt: Das Buch erschien 1938. Als hierzulande bekanntlich noch niemand auch nur ahnen konnte, was vorging.

Über das ebenfalls spannende Thema, wie durch Werbung die kapitalistischen Verhältnisse der späten 1950er Jahre überwunden werden sollten, und über Marcel Mariëns »Théorie de la révolution mondiale immédiate« mit ihrem »Freizeitclub« kann man einstweilen im Jungle World-Archiv bei Holm Friebe nachlesen.

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Freitag, 4. Januar 2013

Dass sich die Welt mit dem Jahreswechsel groß ändern würde, stand auch nach der neuerlich verpassten Chance auf ihren Untergang am 21. Dezember nicht zu erwarten. Vor allem, was bestehende Ressentiments, Vorurteile, Stereotypen, Ideologien und deren Versatzstücke angeht. Deutlich wird das immer dann, wenn resümierend auf die vergangenen zwölf Monate zurückgeblickt wird. Beispielsweise in Form von Top Ten Listen wie der des Simon Wiesenthal Centers mit dem Titel 2012 Top Ten Anti-Israel/Anti-Semitic Slurs: Mainstream Anti-Semitism Threatens World Peace.

Klar kann man fragen, ob die Bedeutung eines Jakob Augstein mit einem 9. Platz unter den gefährlichsten antisemitischen Verunglimpfern des Jahres nicht vielleicht überschätzt wird. Sicher werden viele die Nase rümpfen und fragen, ob man nicht endlich mal über anders reden könne – zum Beispiel darüber, dass Henryk M. Broder eine “Witzfigur” sei und, wahrscheinlich aus bloßer Wichtigtuerei und zum privaten Vergnügen, eine weitere Rufmordkampagne anzettele oder weiterführe, noch dazu in der “Sprache Hitlers und Goebbels'”, wie in der Berliner Zeitung zu lesen. Aber es gibt – auch daran ändert sich im neuen Jahr nichts – viele Anzeichen dafür, dass der Antisemitismus in Deutschland noch lange nicht aufgearbeitet und ausgetrieben, sondern im Gegenteil als Einstellung noch immer absolut hegemonial ist.

Nachzulesen ist das beispielsweise in Tuvia Tenenboms Deutschlandreisebuch “Allein unter Deutschen”. Zwar kann man mit Barbara Bollwahn berechtigt Anstoß an der dargebotenen “Sacha Baron Cohen-Attitüde” nehmen oder nach dem Erkenntnisgewinn des Buches, den sie bei null sieht, fragen. Man kann das Buch und die Umstände seiner Veröffentlichung bei gleichzeitiger Skandalisierung wie Jens Rosbach im Deutschlandfunk für literarisches Fastfood und geschmacklos halten, ohne damit ganz daneben zu liegen. Und auf alle Fälle sollte man die im Buch beständig vorgenommenen Verallgemeinerungen und Fortschreibungen von Kategorisierungen – angefangen bei “die Deutschen” – kritisieren. Das hilft aber alles nicht über die Feststellung hinweg, dass es in Deutschland sehr wohl eine antisemitische Grundhaltung gibt, über die viel mehr gesprochen und geforscht und die vor allem viel stärker als der Skandal, der sie ist, gebranntmarkt werden müsste.

Sehr schön – und sehr berechtigt – in diesem Zusammenhang auch die Frage, die die Jüdische Allgemeine im Interview zur Top Ten Liste an Efraim Zuroff vom Simon Wiesenthal Center stellt: “Warum hat es Günter Grass in diesem Jahr eigentlich nicht in die Top Ten geschafft?” Antwort: “Sie glauben ja gar nicht, wie schwierig es ist, ein Who’s who der Antisemiten zu erstellen, und dabei niemanden zu vergessen.”

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Freitag, 21. Dezember 2012

Flughafen Tempelhof

(c) Bernd Eichhorn

 

Auch wenn Jerry Seinfeld seine Gags und ganze Serien wie Curb Your Enthusiasm nach wie vor aus Unbehagen vor dem ihn anblinkenden Cursor mit einem großen Stift auf gelbe Blöcke schreibt: Digital ist in bestimmter Hinsicht schon besser, und das Internet kann durchaus was. Zum Beispiel kleine Filme bereithalten, in denen Jerry Seinfeld seinen Schreibprozess erklärt. Was allein schon eine schöne Sache ist.

Aber auch ernsthaften Journalismus kann man darin nachvollziehbar, detailreich und – mindestens von der Anlage her – seriös aufbereiten. Vom aktuellen Korrespondenten-Bericht über Streubomben des Assad-Regimes aus Maraa in Syrien bis zur großangelegten Reportage über ein Lawinenunglück in der Washingtoner Cascades Range im Februar diesen Jahres. “Snow Fall”, so der Titel des Projekts der New York Times, zeigt vor allem eins, nämlich wie gewinnbringend man unterschiedliche Formate einbinden und im Sinne der Verbesserung der Anschaulichkeit seiner Sache nutzen kann, wenn man sich ein wenig Mühe dabei gibt. Das muss dann also gar nicht immer aussehen wie bei Spiegel online oder der taz mit ihren schwarzen Flächen über den Texten (– trotzdem Danke für den Hinweis auf die Snow Fall-Site).

Man kann aber auch ganz andere Gebiete bearbeiten und anderen Menschen ästhetische Freude bereiten. Wie Bernd Eichhorn mit seinem Archiv an Berlin- und Ostsee-Fotografien, dem das obige Bild des sommerlichen Tempelhofer Felds entliehen ist.

Weil das alles so angenehm und toll ist, ist es vielleicht gar nicht verkehrt, ein bisschen zum Erhalt der ganzen Sache an den (hoffentlich) richtigen Stellen beizutragen. Zum Beispiel indem man für die Sicherung der Unabhängigkeit von Wikipedia spendet. Oder für das Weltverbesserungs-Netzwerk avaaz.org, auch wenn sich an diesem Beispiel sofort wieder zeigt, wie schnell gut gemeint euphorisches Bewegen-Wollen auf den Holzweg führen kann.

Das nur heute, kurz vor Weihnachten, wo die Spendenlust groß ist und manch eine und einer mal wieder gar nicht wissen, wohin mit dem ganzen Zaster. Wer für sein Gutmenschentum dennoch eine weniger virtuelle Lösung sucht, dem sei wie immer die Unterstützung von Pro Asly empfohlen. Oder ganz direkt das Abliefern von ausgetragener Winterkleidung beim Migranten-Camp auf dem O-Platz.

Und für den Fall, dass das Internet nach all dem Lob gleich von allein (oder auf Betreiben böser Mächte) herunterfährt und mindestens bis ins nächste Jahr Winterferien macht wie alle anderen auch: eine frohe Jahresendzeit und einen guten Rutsch!

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Freitag, 14. Dezember 2012

Während die taz-Kritik behauptet, mit Killing Them Softly habe der Australier Andrew Dominik durch billig zu habende und nebulöse Kapitalismuskritik den Genrefilm mit politischer Aussage generell verabschiedet, sei an dieser Stelle noch einmal eine Lanze für den großartig besetzten und gespielten, düsteren Film gebrochen. Der geht in seiner allein der Reibungslosigkeit der Geldzirkulation auf allen Ebenen verpflichteten Ausweglosigkeit deutlich über alles hinaus, was man in der letzten Zeit an an Tarantino geschulten und letztlich doch wieder bloß lustig ironischen Fabeln vom Scheitern des amerikanischen Traums zu sehen bekommen hat. “Schon lang”, schreibt Tobias Kniebe in der Süddeutschen “ist kein Gangsterstück mehr so klar in der Zeit verortet gewesen wie dieses hier.” Womit er mal Recht hat.

And now to something completely different (– muss mal wieder, wie es scheint): Absolut lesens- und bedenkenswert ist dieser Artikel zum Aufschrei der Weltöffentlichkeit als Reaktion auf die Ankündigung des Baus von 3.000 Wohnungen in Maaleh Adumim, einer ca. 7 Kilometer von Jerusalem entfernten Stadt. Man muss das ja vielleicht nicht gleich wie bei Lizas Welt gefunden als “Aufbau Nahost” feiern. Aber bevor man mit den Massen mindestens reflexhaft anti-israelisch mitschreit, kann man sich ja vielleicht doch mal wenigstens informieren, worum es eigentlich jeweils konkret geht.

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Dienstag, 12. Juni 2012

Wem zwischen zwei Spielen der bisher mehrheitlich und erwartungsgemäß mäßigen EURO 2012 nach Erheiternderem ist, dem seien an dieser Stelle die Erzählungen von Sascha Josuweit auf Perlentaucher ans Herz gelegt. Eine Stunde seiner Lebenszeit kann man damit gut verbringen, vielleicht irgendwann auch noch eine, da Wiederlesen mit einem gewissen Abstand bestimmt nicht schaden wird.

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Freitag, 25. Mai 2012

Die morgendliche Sichtung der deutschen Feuilletons via Perlentaucher bescherte Avi einmal mehr gemischte Gefühle. Nicht nur, dass er dort vom anhaltenden medialen Getöse lesen musste, das Sibylle Lewitscharoff mit ihrem nutzerdissenden Kulturpessimismus diesmal in der FR veranstaltete. In einem “Was wäre wenn?”-Szenario spielte (um zu den ernsteren Themen zu kommen) die Jüdische Allgemeine satirisch das deutsche Medienecho auf einen iranischen Raketenangriff auf Tel Aviv durch: “Kein Blut für Tel Aviv” wäre wohl, was unterm Strich herauskäme.

Ärgerlich auch diese Zusammenfassung eines Spiegel Online-Artikels: “Wieder einmal klagt die bewährte Allianz von FAZ und SZ gegen einen Internetdienst, der Artikel dieser und anderer Medien durch Verlinkung von Überschriften zugänglich macht. Diesmal handelt es sich um Echobot, meldet Ole Reißmann: ‘FAZ und SZ argumentieren, dass schon für die Übernahme von Überschriften und Artikelauszügen eine Erlaubnis des jeweiligen Verlags notwendig sei. Außerdem stören sie sich daran, dass Echobot die Artikel für seine Nutzer zugänglich macht – mit einem Klick wird die Original-Website auf der Echobot-Seite eingebettet, so ähnlich wie ein YouTube-Video.'” Das durfte ja wohl nicht wahr sein, dachte Avi. Aber immerhin markierte es eine Grenze zwischen Freund und Feind, auf die man in Zukunft achten sollte.

Sehr heiter dagegen: das neue Video von FSK passend zum Thema: Lady Chatterly

Und als Zugabe der neue Polanski, den Prada als Werbeclip schaltet. Skurril. Aber der Mann muss ja auch von irgendwas leben. Genau wie seine Darsteller.

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Dienstag, 22. Mai 2012

“Love makes us do crazy things. But not this crazy. … stories of people going to extremes as they fall in love, chase love down, and try to make sense of it—including a teenager who falls for an undercover cop, and epic tales of snooping.” Eine kleine Materialsammlung auf This American Life: What I Did For Love.

 

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Freitag, 11. Mai 2012

Wie um sich an den auf die Arbeit im Inneren des Kopfes und ihre Wechselwirkungen mit der Außenwelt in der Sphäre des Textes abzielenden Beobachtungen des Rainald Goetz wiederum abzuarbeiten, bemüht sich derzeit die betuliche Tante ZEIT um Gedanken und Einsichten zum Thema Sprache und Sprachentwicklung – und erhebt Forderungen, wie sie vor Verarmung zu schützen seien. Offeriert wird eine groß angelegte Deutsch-Stilkunde, die anhand von Beispielhaftem aus der Feder großer Meister den Blick für Einsatz und Umgang mit sprachlichen Gebilden schärfen soll. Unterrichtsstunden für die Leserschaft.

Nur schade, dass gleich im Einleitungstext schon klar wird, worum es geht: reflexhafte Abwehr von Übergriffen des Fremden, Verstümmelten und Nichtverstandenen. “Vier Entwicklungen vor allem [!] müssen [!!] jedem Freund der Sprache [!] Sorgen machen”, nämlich erstens – logisch – Wortschwund und Wortverfälschungen; zweitens: “Mail, Blog, Tweet, Chat” und überhaupt das Internet, die in ihrer geballten Gesamtheit “die Zahl der geschriebenen Wörter” dramatisch vermehren (und dabei schon keine Zusammenhänge aus Worten mehr bilden), die Sorgfalt im Umgang mit ihnen aber dramatisch einschränken; drittens – jetzt wird das ganze erwartungsgemäß ortsüblich reaktionär – der “Siegeszug der Unsinnigen unter den Anglizismen”; und viertens – last not least und die gefährlichste aller Bedrohungen – das “Kiezdeutsch”.

Sicherlich richtig ist, dass die Sprache als übersubjektiver Gesamtzusammenhang nicht sich selbst entwickelt, sondern im ständig statthabenden Vollzug entwickelt wird: “mit allem, was wir sagen oder nicht sagen, schreiben oder nicht schreiben – [und von mir aus] manchmal sogar von einer einzelnen Person: Bismarck hat der Deutschen Reichspost nicht weniger als 760 Eindeutschungen aufgenötigt.” Also los geht es: Bitte alle ab sofort verantwortungsvoll mitentwickeln, die ZEIT turnt vor.

Aber egal, wie erlesen die Beispiele sein mögen, die zur Schulung des Auges und des Geistes an Meisterlichem dann im Einzelnen angeboten werden: Zweiundvierzig Jahre nach der Vertreibung des Autors von seiner Position im Diskurs derartig bieder an “Prozeduren der Ausschließung” (Foucault) zu arbeiten, wirkt doch sowohl hilflos als auch verstaubt. Schule eben, Frontalunterrichtssystem.

 

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Dienstag, 6. März 2012

Medien und so. Republikanischer Super-Tuesday in den USA. “Hauptsache religiös und radikal”, titelt die taz. Obama hat derweil damit zu ringen, dass er dem israelischen Premier Netanjahu das Recht auf Selbstverteidigung nicht absprechen, gegenüber dem Iran aber bei Dipolmatie und Sanktionen bleiben will. Vorerst. “Meine Freunde, 2012 ist nicht 1944”, beharrt Netanjahu und meint damit, dass heute – im Gegensatz zu 1944, als die Amerikaner die Bombardierung des Konzentrationslagers Auschwitz mit der Begründung ablehnten, sie sei ineffektiv und würde die Deutschen bloß weiter provozieren – ein jüdischer Staat bestehe, dessen Aufgabe es sei, “jüdisches Leben zu verteidigen und die jüdische Zukunft zu sichern.“ Ein in dem Zusammenhang interessanter Vergleich zwischen der Krisenpolitik Netanjahus und derjenigen von Helmut Schmidt während des Deutschen Herbstes findet sich hier.

Darkness. Währenddessen scheint in Syrien der Rachefeldzug des Regimes weiterzugehen. Von den Titelseiten der großen Zeitungen der Berliner Republik ist das Thema aber verschwunden. Dafür berichtet – noch einmal – die taz aus einer anderen Weltregion des Horrors: Kolumbien. Dort sind seit Folter und Mord an dem Gewerkschaftler Luciano Romero zwar bereits fast sieben Jahre vergangen, doch jetzt wurde von der in Berlin ansässigen Anwaltsgruppe des „European Center for Constitutional and Human Rights“ (ECCHR) Strafanzeige gegen Nestlé erstattet. “Das ECCHR will damit einen ‘Beitrag zur Entwicklung von menschenrechtlichen Standards für Unternehmen in Regionen bewaffneten Konflikts und begrenzter Staatlichkeit’ leisten. Mit anderen Worten: Spitzenmanager multinationaler Unternehmen sollen in Zukunft am Stammsitz des Unternehmens für das Verhalten ihrer Tochterunternehmen in Konfliktregionen zur Verantwortung gezogen werden können”, resümiert Toni Keppeler.

Das alles meint Benjamin von Stuckrad-Barre wohl allerdings nicht, wenn er mit Katrin Bauerfeind darüber spricht, dass das Leben ein holpriger Weg voller Stolpersteine ist und dass es einem erstmal richtig schlecht gegangen sein muss, bevor es einem gut gehen kann. Klar, dass das der Arbeit, dem Werk hilft.  Deshalb darf er sich auch – Zettl hin oder her – folgendes Prädikat aus der ZEIT an seine Website hängen: “Einen besseren Chronisten unserer Zeit gibt es einfach nicht.”

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