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Bilder der Ebene

Die alten Stufen schnurstracks nach oben unters Dach. Luke auf, Luft rein, Licht rein; Blick über suburbane Verheerungen im weiten Faltenwurf der Landschaft. Die Hochhäuser der Innenstadt als Blickmarke am Rand des Infrastrukturhorizonts. Er merkt, das alles ist allen Aktualisierungen der Skyline zum Trotz noch in ihm, tief eingeschrieben, basales Empfinden. Fühlt sich an, als ob er an ein Ladegerät andocke; vielleicht ist das, was er unter Heimat verstehen würde, wenn er den Begriff auf sich und seinen Erfahrungsraum anwenden müsste. Dazu ist er allerdings nie bereit gewesen. Jetzt, in der Luke stehend, den Oberkörper Wind und Elementen zugewandt, merkt er es aber doch. All das kommuniziert mit ihm, ob er will oder nicht; ist im Außen und genauso in ihm. Auch wenn die Bausünden der 2000er und 90er Jahre diejenigen aus den Siebzigern und Achtzigern überformt und teilverdeckt haben: Es ist die Landschaft aus der er hervor- und aus der er weggegangen ist; zu der er alle Brücken meinte abgebrochen zu haben. Hilft aber nichts. Da ist er, und es muss ihn nicht einmal gefangen nehmen. Weil er immer schon befangen ist und geformt. Mindestens von Anfang an, wenn Anfang heißt, woran er sich zuerst erinnert. Nur ein Teil der Felder, die seine und ihre Kinder- und frühen Jugendtage geprägt haben, ist im Lauf der Zeiten verlorengegangen. Das wäre vielleicht der wirklich gute Teil gewesen: die Rebhühner, Hasen und Apfelwiesen.

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